05.06.2012
Ausgabe 3/2012, S. 6
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Vorbereitung auf die Prüfung

Im Trainingslager

Bald ist es wieder so weit: Im Juli finden die nächsten praktischen Prüfungen der MFA-Azubis statt. Die Nervosität steigt und jeder stellt sich die Frage: Ist unsere Auszubildende auch wirklich fit für die Prüfung? Ein praxisübergreifendes Trainingslager bringt Sicherheit.
© VRD – fotolia.com
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Was kann man in den letzten Tagen und Wochen vor der Prüfung noch tun, um die Auszubildende optimal vorzubereiten? Was sollte sie unbedingt beherrschen? Der optimale Fall ist es, wenn sich verschiedene Praxen aus der gleichen Stadt oder Region zusammentun. So können zum Beispiel Auszubildende in Facharztpraxen in einer Hausarztpraxis hospitieren, um noch einmal kräftig zu üben, was in der praktischen Prüfung gefordert wird. Es zeigt sich jedes Jahr bei den praktischen Prüfungen, dass hier die Haus-arztazubis deutlich im Vorteil sind. Außer den administrativen Tätigkeiten wie Patientenannahme muss die Auszubildende Folgendes beherrschen:

Die mit Abstand beste Vorbereitung ist es, die praktische Prüfung auch praktisch zu simulieren. In jeder Schule gibt es mindestens einen Prüfungsfall, der von der Ärztekammer freigegeben wurde und anhand dessen man die Situation praktische Prüfung durchspielen kann. Dazu übernehmen drei Kolleginnen die Rolle des Prüfungsausschusses, die Auszubildende hat 15 Minuten Vorbereitungszeit und spielt dann in 60 Minuten den Fall durch. Der Prüfungsausschuss übernimmt auch die Rolle des Patienten und des Arztes.

Natürlich sollte die Probeprüfung dort durchgeführt werden, wo alle Gerätschaften vorhanden sind. Hier kann ich nur nochmals empfehlen, dass sich Praxen zusammenschließen und ihre Auszubildenden gemeinsam dieser Probeprüfung unterziehen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie hilfreich das für die Auszubildenden ist. Im Rollenspiel werden sie viel sicherer, als durch jedes Büffeln über Büchern. Und den prüfenden Kolleginnen macht es meistens eine Menge Spaß. Sie können nachfühlen, was auf die Auszubildende zukommt und überall dort hilfreich zur Seite stehen, wo die Arbeitsabläufe noch nicht so ganz einwandfrei funktionieren.

Beate Rauch-Windmüller