Sprechstunde

Aus der Medizin

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aus Ausgabe 3/2018

Präventionsempfehlung: Gesundheit auf Rezept?

Seit gut einem Jahr können niedergelassene Ärzte ihren Patienten Präventionsleistungen in Form einer ärztlichen Bescheinigung empfehlen. Ziel ist es, verhaltensbezogene Risikofaktoren für bestimmte Erkrankungen zu senken. mehr »


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aus Ausgabe 3/2018

Die wichtige Rolle der Angehörigen: Helfen bei Depression

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Die Mehrheit der Deutschen war schon einmal von einer Depression betroffen, aufgrund einer eigenen Erkrankung oder indirekt als Angehöriger. Familien und Freunde können bei der Bewältigung der Krankheit unterstützen – wenn sie über das nötige Wissen verfügen. mehr »


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aus Ausgabe 3/2018

E-Bikes bringen Diabetiker auf Trab

Typ-2-Diabetiker sind oft auch übergewichtig. Sie sollten regelmäßig körperlich aktiv sein, um abzunehmen und ihre Blutzuckerwerte zu senken – vielen fällt Bewegung gerade aufgrund ihres Übergewichts aber schwer. Eine britische Studie habe jetzt ergeben, dass E-Bikes Patienten mit Typ-2-Diabetes auf dem Weg zu einem aktiveren und fitteren Lebensstil unterstützen können.

Die in der Zeitschrift Diabetic Medicine veröffentlichte Machbarkeitsstudie führte Professor Ashley Cooper von der Universität Bristol in Großbritannien durch. Bei 20 Menschen mit Typ-2-Diabetes untersuchten er und sein Team über einen Zeitraum von fünf Monaten, ob und welche Vorteile der Einsatz von E-Bikes auf ihre Gesundheit hat.

Nach einem ersten Fitnesstest nutzten die Studienteilnehmer die Räder in ihrem Alltag, etwa für die Fahrt zur Arbeit, zum Einkaufen oder für Ausflüge. Durchschnittlich legten sie 21 Kilometer pro Woche mit dem Rad zurück. Die beim Radfahren gemessene mittlere Herzfrequenz der Teilnehmer habe bei knapp 75 Prozent vom Maximum gelegen, verglichen mit einem Wert von gut 64 Prozent beim Gehen. Beim abschließenden Fitnesstest habe sich bei ihnen eine Ausdauersteigerung um knapp elf Prozent gezeigt. 14 der Teilnehmer hätten sich nach Studienende ein eigenes E-Bike gekauft.

Aus der Ärzte Zeitung


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aus Ausgabe 3/2018

Valsartan – wie hoch ist die Krebsgefahr?

Anfang Juli hatten Aufsichtsbehörden in Europa wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) einen Vertriebsstopp und vorsorglichen Rückruf für Valsartan angeordnet. Es besteht der Verdacht, dass einige Chargen mit krebserregendem N-Nitrosodimethylamin (NDMA) verunreinigt sind. Bis zu 900.000 Patienten bundesweit könnten davon betroffen sein.

Und wie hoch das gesundheitliche Risiko durch NDMA tatsächlich für die Patienten? Das ist derzeit Gegenstand etlicher Untersuchungen. Auf EU-Ebene analysieren und bewerten Arzneimittelexperten das bereits seit Anfang Juli – 17 Pharmaunternehmen haben verschiedene Valsartan-Präparate vorsorglich zurückgerufen.

Dabei kommt die European Medicines Agency (EMA) auf einen zusätzlichen Krebsfall pro 5.000 Patienten – bei 320 mg NDMA über sieben Jahre. Zur Berechnung legten sie die Verunreinigung zugrunde, wie sie in den Präparaten des chinesischen Herstellers Zhejiang Huahai Pharmaceuticals gefunden worden ist. Das heißt: in 999.940 Valsartan-Molekülen werden 60 NDMA-Moleküle gefunden. Zwar verweist die EMA erneut darauf, dass die Substanz auch in einigen Nahrungsmitteln wie in Bier, gepökeltem Fleisch und geräuchertem Fisch sowie im Trinkwasser zu finden sei, sich aber in Tierversuchen als krebserregend erwies. Die Arzneimittelkomission Deutscher Apotheker findet, dass die Abschätzung der maximalen täglichen Belastung für betroffene Patienten, die den Blutdrucksenker eingenommen hatten, als besorgniserregend einzustufen ist. Klare Aussagen zu gesundheitlichen Folgen lassen sich daraus jedoch nicht ableiten.

Aus der Ärzte Zeitung


 
aus Ausgabe 3/2018

Bei Patienten auf Dehydrierung achten

Die Hitzewelle des Sommers 2018 brachte auch das Thema Dehydrierung wieder einmal in die Schlagzeilen – nicht nur in der medizinischen Fachpresse. Dabei ist es nicht nur ein Thema für die heißen Sommertage. Gerade ältere Menschen sollen ausreichend trinken. 1,5–2 Liter am Tag sind normal, bei starkem Schwitzen kann es auch gut ein halber Liter mehr sein. Noch mehr trinken bringt dagegen nichts.

Wichtig ist stattdessen, dass die Getränke genügend Mineralstoffe enthalten. Leitungswasser gilt daher nicht als optimal, besser sind Mineralwasser, dünne Fruchtsaftschorlen oder ein alkoholfreies Bier. Zuckerhaltige Limonaden sollten dagegen tabu sein. Das gilt auch für Cola. Bei Patienten mit Nierenerkrankung führt Cola zum Anstieg von Phosphat im Blut und das wiederum kann die Nierenerkrankung beschleunigen.

Häufige Folgen einer Dehydrierung sind Kreislaufschwäche bis hin zu Herzrasen und Ohnmacht. Auch Bewusstseinsstörungen treten öfter auf, Phasen der Verwirrtheit, einige Menschen fallen sogar ins Koma. Eine weitere Komplikation ist akutes Nierenversagen: Es wird kaum noch Urin ausgeschieden und es kommt zu schweren Vergiftungserscheinungen mit Übelkeit, Erbrechen und Wassereinlagerungen im Körper. Lagert sich Wasser in der Lunge ein, kann das die Atmung erschweren und lebensgefährlich werden.


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aus Ausgabe 2/2018

Evidenzbasierte Medizin: Gute Studien, schlechte Studien

Warum werden viele Behandlungen von der GKV erstattet, manche anderen aber nicht? In der Regel hat das damit zu tun, ob es Nachweise für die Wirksamkeit der Behandlung gibt oder nicht. Wir erklären die Grundregeln der evidenzbasierten Medizin und den Unterschied zwischen guten und schlechten Studien. mehr »


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aus Ausgabe 2/2018

FSME breitet sich weiter aus

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat eine neue Risikokarte zur Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) veröffentlicht. Zehn Land- oder Stadtkreise sind als neue Risikogebiete hinzugekommen - vor allem im Osten Deutschlands. Nachdem 2014 der Vogtlandkreis als erstes FSME-Risikogebiet in Sachsen ausgewiesen wurde, kommen dort nun drei weitere hinzu: Erzgebirgskreis, Bautzen und Zwickau. mehr »



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