Rezeption

Aktuelle Meldungen


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aus Ausgabe 4/2019

Editorial: Wohin bloß

Jahrelang hat Maria W. mit Schmerzen gelebt. In den ersten Jahren waren sie noch ganz erträglich, und wenn sie nach längeren Spaziergängen eine Pause einlegte, konnte sie wieder ganz normal laufen. Schmerzmittel, Physiotherapie und gelenkschonendes Verhalten im Alltag konnten das Fortschreiten der Hüftgelenksarthrose im Laufe der Jahre jedoch nicht verhindern. In den letzten Monaten haben sich ihre Beschwerden so verschlimmert, dass sie es nicht mehr aushält. Die Untersuchung bei der Fachärztin hat das Vorliegen einer schweren Hüftgelenksarthrose gezeigt. Nun benötigt sie ein künstliches Hüftgelenk, um wieder beschwerdefrei laufen und am Leben teilnehmen zu können. mehr »


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aus Ausgabe 4/2019

Terminvergabe in der Hausarztpraxis: Timing ist alles

Die richtige Strategie bei der Terminvergabe hat doppelten Nutzen: Die Patienten freuen sich über kurze Wartezeiten und Sie freuen sich über einen pünktlichen Feierabend. Wir geben Tipps und werfen einen Blick auf die Erfahrungen mit Terminservicestellen. mehr »


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aus Ausgabe 4/2019

leserdialog: Mobbing leider gar nicht so selten

In der letzten Ausgabe hatten wir Sie gefragt, ob auch in Ihrer Praxis das leidige Thema Mobbing eine Rolle spielt. "In unserem Team gibt es latent Konflikte" beantworteten 7 Prozent mit "auf jeden Fall", 22 Prozent mit "eher ja". Insgesamt knistert es also in 3 von 10 Praxisteams. mehr »


 
aus Ausgabe 4/2019

Elektronische AU-Bescheinigung

Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) verpflichtet Vertragsärzte ab 2021, die AU-Bescheinigung digital an die Krankenkassen zu schicken. Allerdings müssen die Praxen auch in Zukunft ihren Patienten eine AU (Muster 1) in Papierform aushändigen. Daran ändert auch das 3. Bürokratieentlastungsgesetz nichts, das im September 2019 vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Denn in der geplanten Neufassung des entsprechenden Paragrafen 109 des vierten Sozialgesetzbuches: Unberührt bleibt die Verpflichtung des behandelnden Arztes, dem Versicherten eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit (...) auszuhändigen. Der Daten-Weg der eAU vom Arzt zur Krankenkasse und von dort zum Arbeitgeber ist zwar gesetzlich definiert, aber der Patient hat weiter Anspruch auf eine Papierbescheinigung. Für die Praxis heißt das beim Muster 1: Sie drucken die AU für Patienten analog aus - und müssen zugleich für einen sicheren elektronischen Transport des digitalen Formulars sorgen.
www.kbv.de


 
aus Ausgabe 4/2019

Mehr als 1000 Männer wollen MFA werden

Im vergangenen Jahr haben erstmals mehr als 1.000 Männer (genau 1.005) die Ausbildung zum Medizinischen Fach-angestellten (MFA) aufgenommen - zusammen mit 40.260 Frauen. 2017 traten noch 39.948 Frauen und 846 Männer die MFA-Ausbildung an. Das geht aus den Daten des Statistischen Bundesamtes hervor, die im September 2019 veröffentlicht wurden. Die MFA-Ausbildung belegte wie 2017 auch 2018 über die Geschlechter hinweg den sechsten Platz der beliebtesten Ausbildungsberufe. Bei den Frauen rangierte die Ausbildung zur MFA nach der zur Kauffrau weiter auf Platz zwei.
Aus der Ärzte Zeitung


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aus Ausgabe 4/2019

Motivation zur Krebsvorsorge ist Teamarbeit

Seit 1. Juli 2019 sollen Krankenkassen männliche Versicherte ab 50 und Frauen ab 55 Jahren zur Teilnahme am Darmkrebs-Screening einladen. Mittlerweile werden die entsprechenden Einladungsschreiben an die Versicherten verschickt. Aber: Das reine Einladungsverfahren wird die Patienten nicht in die Praxen schwemmen, wie es die Stiftung Lebensblicke formuliert, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Häufigkeit von Darmkrebs in Deutschland zu reduzieren.

Man muss auch mal angesprochen werden, heißt es da weiter. Und da ist die Ansprache durch eine MFA genau das Richtige. Damit diese Ansprache auch fundiert erfolgen kann, ist allerdings eine Fortbildung unerlässlich. Dafür haben der Verband Medizinischer Fachangestellter (VmF) und der Berufsverband der Gastroenterologen auf Initiative der Stiftung Lebensblicke gemeinsam ein vierstündiges Curriculum entwickelt.

Inhaltlich gehen die Module zum einen auf die medizinischen Grundlagen, zum anderen auf die Maßnahmen der Darmkrebsvorsorge ein. Zu den Grundlagen gehören zum Beispiel Informationen zur Epidemiologie, zur Darmkrebsentstehung in Abhängigkeit von Alter und Geschlecht, zu Darmkrebs-Risikogruppen, zum Risiko bei familiärem und erblichem Darmkrebs und zur Bedeutung der Familienanamnese.

Im Modul um die Vorsorge stehen unter anderem die komplexen Regeln im Vordergrund, wer in welchem Alter Anspruch auf welche Vorsorgemaßnahme hat - iFOBT, Koloskopie und ausführliche Beratung. Auch die Möglichkeiten der Delegation bei der Krebsvorsorge kommen dabei zur Sprache, insbesondere die Vermittlung und Erläuterung standardisierter Info-Materialien. Die Aufklärung selbst bleibt ärztliche Aufgabe.
www.vmf-online.de


 
aus Ausgabe 4/2019

DMP für Rückenschmerz tritt in Kraft

Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zum Disease-Management-Programm (DMP) für chronischen Rückenschmerz trat am 1. Oktober 2019 in Kraft. Jetzt können die Krankenkassen zunächst regionale Verträge zur Umsetzung des neuen DMP mit Ärzten und Krankenhäusern abschließen. Erst danach steht das DMP Patienten zur Verfügung. Ziel ist es, die medizinische Versorgung von Patienten mit chronischem Rückenschmerz zu verbessern.

An dem strukturierten Behandlungsprogramm sollen künftig Menschen mit chronischen Schmerzen im Kreuzbereich des Rückens, deutlichen Aktivitätseinschränkungen und einem fortbestehenden Therapiebedarf teilnehmen können. Als chronisch gelten Rückenschmerzen, wenn sie länger als zwölf Wochen andauern.

Die Schwierigkeit bei der Entwicklung der einzelnen Bausteine bestand darin, dass Rückenschmerz kein klar umrissenes Krankheitsbild darstellt, sondern es sich um Symptome mit unterschiedlichen Ursachen handelt. Patienten, bei denen spezifische Ursachen für den Kreuzschmerz wie beispielsweise Wirbelkörperfrakturen oder rheumatische Erkrankungen vorliegen, sollen nicht in dieses DMP eingeschrieben werden können.

Die AOK bietet ihren chronisch kranken Versicherten DMP unter dem Namen AOK-Curaplan an.
www.aok-gesundheitspartner.de



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