info praxisteam regional

Niedersachsen
aus Ausgabe 4/2017

Medikationsfehler vermeiden

Vermeidbare Medikationsfehler sind in Niedersachsen etwa für 50.000 Krankenhausnotaufnahmen jährlich verantwortlich. In einem gemeinsamen Projekt der AOK Niedersachsen sorgen niedersächsische Hausärzte und Apotheker jetzt für mehr Sicherheit bei der Arzneimitteltherapie. AOK-Patienten erhalten dazu eine ausführliche Polymedikationsberatung, in der die Wirkweisen der eingenommenen Medikamente erläutert, über mögliche Nebenwirkungen informiert und Wechselwirkungen zwischen den Präparaten geprüft werden. Von dieser besonders koordinierten Beratung können Patienten profitieren, die älter als 65 Jahre sind, am AOK Hausarztmodell teilnehmen und mindestens acht Wirkstoffe verordnet bekommen. Der Hausarzt hat die Möglichkeit die Polymedikationsberatung selbstständig oder unter Inanspruchnahme einer Konsilberatung und im fachlichen Austausch mit einer besonders qualifizierten Apotheke durchzuführen. Alternativ kann der Hausarzt die Beratung auch an eine entsprechend qualifizierte Apotheke delegieren.
niedersachsen.aok.de


Baden-Württemberg
aus Ausgabe 4/2017

Schnelle Hilfe bei psychischen Problemen

Für die Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung gelten bereits seit 1. April 2017 bundesweit neue psychotherapeutische Leistungen. Die psychotherapeutische Sprechstunde soll Menschen mit psychischen Problemen einen kurzfristigen und direkten Zugang zum Therapeuten und schnelle Hilfe ermöglichen.

In der Sprechstunde wird abgeklärt, ob der Patient eine Therapie benötigt oder andere Beratungs- und Unterstützungsangebote wie Selbsthilfegruppen helfen können. Zeigt das Gespräch eine akute psychische Krise oder Ausnahmesituation des Patienten, kann sich eine psychotherapeutische Akutbehandlung an die Sprechstunde ohne Antrag und Genehmigung durch die Krankenkasse anschließen. Ziel ist es, Patienten schnell zu entlasten, Symptome zu verbessern oder auch zu vermeiden. Ab April 2018 bilden die psychotherapeutischen Sprechstunden die Grundlage für weiterführende psychotherapeutische Maßnahmen und Therapien beispielsweise einer probatorischen Sitzung oder Akutbehandlung.

Die AOK Nordost und die Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern wollen die neuen Leistungen in der Region Mecklenburg-Vorpommern zusätzlich fördern und unterstützen. Die Förderung dieser Leistungen erfolgt durch einen sogenannten Punktwertzuschlag als finanzielle Ergänzung zur abrechenbaren EBM-Leistung.
nordost.aok.de


Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern
aus Ausgabe 3/2017

Wundwissen: Neue Tablet-App

Die App AOK Wundwissen bietet Informationen zum Thema chronische Wunden, deren Entstehung sowie über die Vorbeugung und Prävention der häufigsten Wundarten. Die Informationen sind in für Patienten verständlicher Sprache aufbereitet und auf dem aktuellen Stand des Wissens. Im integrierten Wundlexikon können Fachbegriffe nachgeschlagen werden. Patienten können den Krankheitsverlauf dokumentieren, z. B. Angaben zum Wundschmerz und -geruch machen sowie Fotos einfügen. Die Wunddokumentation des Versicherten kann beim Praxisbesuch eingesehen werden. Die App steht für Android und iOS kostenfrei im App-Store zur Verfügung.


Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern
aus Ausgabe 3/2017

KopfschmerzSPEZIAL

Knapp 20 Prozent der Männer und rund 30 Prozent der Frauen leiden mehr als einmal im Monat an Kopfschmerzen. Bei etwa drei Prozent der Erwachsenen wird der Kopfschmerz chronisch und bestimmt den Alltag. Um diese Chronifizierung zu verhindern und Kopfschmerzen möglichst frühzeitig zu behandeln, bietet die AOK Nordost für ihre Versicherten exklusiv in Zusammenarbeit mit der Charité das kostenfreie Versorgungsprogramm KopfschmerzSPEZIAL an. Das Programm besteht aus verschiedenen Modulen, sodass Patienten individuell entsprechend der Art und Schwere ihrer Kopfschmerzen betreut werden. Interessierte Praxen können Patienten auf das Programm aufmerksam machen und Kooperationspartner werden. Nummer der Charité zur Terminvereinbarung: 030-450660168.
nordost.aok.de


Rheinland
aus Ausgabe 3/2017

Elektronische Arztvisite im Pflegeheim

Die Elektronische Arztvisite in Pflegeheimen (elVi) wird nach einer erfolgreichen Testphase in Bünde in Ostwestfalen ab 1. Juli 2017 jetzt sukzessive auf andere Praxisnetzregionen in Westfalen-Lippe ausgeweitet werden. In dem Modellprojekt führten die teilnehmenden Arztpraxen auf Anfrage der Pflegekräfte in bislang 13 Pflegeheimen der Region eine elektronische Arztvisite durch. Der niedergelassene Arzt und die verantwortliche Pflegekraft halten dann über ein webbasiertes Videokonferenzsystem per Tablet oder PC eine elektronische Arztvisite ab, um Unklarheiten, Medikationsanfragen, Beurteilungen chronischer Wunden oder Therapievorschläge zu besprechen.

Dabei gibt es eine Live-Schaltung zwischen der Arztpraxis und der stationären Einrichtung. Die elektronische Visite kann bei Bedarf um die Erfassung von Vitalparametern wie Herzrhythmus, Sauerstoffspannung, Körpertemperatur oder Blutzuckergehalt des Patienten ergänzt werden. Diese werden in Echtzeit über Messgeräte erhoben und sind dem Arzt sofort zugänglich. Die erforderlichen Datenschutz- und Qualitätsstandards werden dabei erfüllt.

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe und die AOK NordWest betonen, dass die elektronische Visite nicht nur hohes Potenzial in der Versorgung habe, sondern auch zu einer Reduzierung von Krankenhauseinweisungen in der Nacht oder am Wochenende führe. Darüber hinaus könne die Zahl von nicht zwingend erforderlichen Arztbesuchen deutlich reduziert werden. Dies entlaste die niedergelassenen Ärzte. So soll es gelingen, dass der Arzt auf der einen Seite Zeit spart und gleichzeitig häufiger bei seinen Patienten sein kann.
nordwest.aok.de


Baden-Württemberg
aus Ausgabe 3/2017

MFA-Qualitätszirkel im AOK-HausarztProgramm

Einen besonderen Stellenwert im AOK-HausarztProgramm nehmen die Qualitätszirkel für Medizinische Fachangestellte (MFA) ein, die im Jahre 2011 in kleiner Runde starteten. Im Mai 2017 wurde bereits der 100ste MFA-Qualitätszirkel in Baden-Württemberg gegründet. Einmal pro Quartal treffen sich hier MFA aus HZV-Praxen in einer stets gleichbleibenden Gruppe von Kolleginnen und besprechen jeweils ein medizinisches Thema sowie ein HZV-Thema. Zweimal jährlich werden zudem die praxisindividuellen Feedbackberichte der am Versorgungsmodell PraC-Man (Hausarztpraxis-basiertes Case Management für chronisch kranke Patienten) teilnehmenden VERAH® besprochen. Die MFA-Qualitätszirkel ermöglichen es daher, sich medizinisch fortzubilden und immer über Neuigkeiten rund um die HZV-Verträge auf dem Laufenden zu sein. Durch die regelmäßigen Treffen und einen immer gleichen Teilnehmerkreis soll aber vor allem eine Plattform geschaffen werden, die den regelmäßigen Austausch in lockerer Atmosphäre fördert. Daher kommen auch die regelmäßig durch den Hausärzteverband Baden-Württemberg geschulten Moderatorinnen selbst aus HZV-Praxen und können so wertvolle Tipps für den Praxisalltag geben.

Bereits seit Beginn des AOK-HausarztProgramms bietet der Hausärzteverband Baden-Württemberg ein umfangreiches und stets am Bedarf der Hausarztpraxis orientiertes Schulungsprogramm für Medizinische Fachangestellte an. Die hierbei erworbenen Qualifikationen ermöglichen es den MFA, in der Praxis in verschiedenen Bereichen mehr Verantwortung und neue Aufgabenfelder zu übernehmen. Weitere Informationen rund um das MFA-Fortbildungsangebot unter:
www.hausarzt-bw.de


Schleswig-Holstein
aus Ausgabe 2/2017

Mehr Keuchhustenfälle gezählt

In Schleswig-Holstein ist die Anzahl der Keuchhustenfälle in 2016 deutlich gestiegen. Insgesamt wurden 325 Infektionsfälle gemeldet, in 2015 waren es noch 191. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 70 Prozent. Auf Bundesebene stiegen die Fälle ebenfalls an und zwar um rund 50 Prozent. Im nördlichsten Bundesland ist besonders die Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen im Alter bis zu 18 Jahren auffällig: Hier stiegen die Infektionsfälle von 73 auf 137 Fälle (Anstieg um 87,7 Prozent) in 2016.
www.aok.de/nordwest



« zurück | |