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Baden-Württemberg
aus Ausgabe 3/2018

Schwangerschaftsdiabetes-Leistungen

Seit April 2018 können bei der AOK Baden-Württemberg versicherte Frauen, die einen Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes) entwickeln, zusätzliche Leistungen beanspruchen. Die Mehrleistungen umfassen bis zu 150 Minuten zusätzliche Beratung und Schulung durch Diabetesberater/innen pro Schwangerschaft. Erforderlich ist hierzu eine Einschreibung in das Modul Gestationsdiabetes. Die Leistungsinanspruchnahme und Einschreibung erfolgt bei Haus- und Fachärzten, die am Facharztvertrag Diabetologie teilnehmen. Diese sind unter der Webseite www.medi-arztsuche.de in der Rubrik Fachärzte abrufbar. Eine gesonderte Einschreibung in das AOK-Hausarzt- und -FacharztProgramm ist nicht erforderlich.
bw.aok.de


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aus Ausgabe 3/2018

Schnelltest gegen unnötige Antibiotika

Die AOK Sachsen-Anhalt zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung in Sachsen-Anhalt sagen der zunehmenden Bedrohung durch Antibiotika-resistente Bakterien den Kampf an. Im Rahmen des Hausarzt- und Kinderarztvertrages können durch teilnehmende Ärzte bei Versicherten mit Infekten der oberen Atemwege zur Unterstützung der Therapiefestlegung Antibiotika-Schnelltests durchgeführt werden.

Die Entstehung von Antibiotika-Resistenzen wird durch einen übermäßigen und unsachgemäßen Gebrauch von Antibiotika gefördert, ein Einsatz sollte deshalb nur sehr gezielt vorgenommen werden. Bei einem Infekt ist eine Gabe von Antibiotika nur dann sinnvoll, wenn er durch Bakterien verursacht ist. Ca. 90–95 % aller akuten Atemwegsinfektionen in Deutschland sind viral bedingt.

Mit der Durchführung eines CRP-Schnelltests bei Patienten mit Verdacht auf eine akute bakterielle Infektion der oberen Atemwege wird der Anstieg eines Proteins gemessen, der nur bei bakteriellen Infekten sehr stark auftritt. Der Test unterstützt damit die Therapiefestlegung des Arztes.


Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern
aus Ausgabe 3/2018

Damit die Nieren nicht versagen

Etwa 120.000 Versicherte der AOK Nordost leiden an einer Niereninsuffizienz, rund 4.200 davon benötigen eine Dialyse. Die AOK Nordost hat deshalb für ihre Versicherten mit den Landesverbänden der frei niedergelassenen nephrologischen Praxen aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ein neues Programm entwickelt. Es soll sowohl die Vorsorge als auch die Versorgung bei einer chronischen Niereninsuffizienz verbessern.

Typische Symptome einer bereits fortgeschrittenen Nierenschwäche sind beispielsweise Wassereinlagerungen in Beinen und Lunge, allgemeine Schwäche, Appetitmangel oder Blutarmut. Oft spüren die Patienten jedoch lange Zeit gar keine Beschwerden. Deshalb gehen sie auch nicht zum Arzt, die Erkrankung wird oft zu spät erkannt und ist dann nur noch schwer aufzuhalten. Besonders gefährdet sind Patienten, die an Diabetes und gleichzeitig an Bluthochdruck leiden, erläutert Dr. med. Jens Ringel, Vorstandsvorsitzender des Brandenburger Landesverbandes Nephrologischer Praxen e.V. (BLNP).

Eine rechtzeitige fachärztliche Mitbehandlung kann das Fortschreiten der Nierenerkrankung verlangsamen und das Erkrankungsstadium deutlich länger stabil halten, meint Prof. Dr. Ralf Schindler, Vorstandsvorsitzender der Berliner Nierenzentren e.V. (BN). Hier setzt die AOK Nordost an. In dem neuen Versorgungsprogramm der AOK Nordost werden Risikopatienten von ihrem Hausarzt oder Diabetologen einmal jährlich auf das Vorliegen einer chronischen Niereninsuffizienz untersucht. Ist das Ergebnis auffällig, überweist der behandelnde Arzt umgehend an einen Nierenfacharzt, der dann die weitere Diagnostik und Behandlung mitbetreut. Auch ein Zweitmeinungsverfahren vor Dialysebeginn und die regelmäßige Überprüfung der Arzneimitteltherapie auf kritische Wirkstoffe auf Basis eines qualitätsgesicherten softwaregestützten Medikationschecks sind Bestandteil des Programms.

Interessierte hausärztliche Praxen, Diabetologen und Nephrologen, die an dem Vertrag teilnehmen möchten, können sich unter der Telefon-Nummer 0800 265080 22759 an die AOK Nordost wenden.
nordost.aok.de


© ALDECAstudio – stock.adobe.com
aus Ausgabe 3/2018

Therapie gegen Stottern jetzt auch online

Flüssiger sprechen, weniger Stottern – das sind die Ziele der Kasseler Stottertherapie (KST), die von der AOK erstattet wird. Die Kasseler Stottertherapie wurde 1996 entwickelt. Über 3.500 Patienten haben die Therapie bisher durchlaufen. In Intensivkursen mit systematischer Nachsorge können sich sowohl Kinder als auch Jugendliche und Erwachsene ein dauerhaft flüssigeres Sprechen erarbeiten. Angelehnt an das amerikanische Fluency-shaping-Verfahren wird mit und ohne PC ein neues, weiches und gedehntes Sprechmuster trainiert und in den Alltag übertragen.

Das gilt seit April 2018 auch für die Online-Version, die auf dem bewährten KST-Konzept beruht. Hier wird die gesamte Intensivtherapie in einem virtuellen Therapieraum durchgeführt. Teilnehmen können Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene. Sie absolvieren zunächst einen Informations- und Diagnosetag im Institut der KST in Bad Emstal mit Therapeuten und Ärzten. Anschließend erfolgt die Therapie in Form von Einzel- und Gruppensitzungen am heimischen Computer. Die Therapiephase erstreckt sich über insgesamt acht Monate.

Zur Erstattung der Kosten für Therapie und Software müssen die Versicherten einen Antrag und eine Therapieempfehlung eines Arztes bei der AOK einreichen. Nähere Informationen zu den Inhalten und zur Teletherapie:
www.kasseler-stottertherapie.de


Sachsen Thüringen
aus Ausgabe 2/2018

Projekt TeleArzt in Thüringen beginnt

Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT) hat im April 2018 mit der AOK PLUS ein flächendeckendes digitales Versorgungsprojekt in Thüringen begonnen. Es heißt TeleArzt und soll die medizinische Versorgung im häuslichen Umfeld verbessern. Das Projekt wird auch vom Freistaat Thüringen gefördert.

Die Idee: Nichtärztliche Praxisassistentinnen von Hausärzten können auf Hausbesuchen oder bei Besuchen im Pflegeheim einen Telemedizin-Rucksack nutzen. Der Rucksack enthält mehrere als Medizinprodukte zugelassene Messgeräte, mit denen die Praxisassistentin z. B. den Puls, Blutzucker, Gewicht, Blutdruck, Lungenvolumen und Herzfunktion erfassen und über eine sichere Datenverbindung an die Praxis übermitteln kann. Die Übertragung erfolgt mithilfe eines Tablets mit Schnittstelle zum Praxisinformationssystem (PVS). Sofern medizinisch erforderlich, kann der Hausarzt per Video zugeschaltet werden, mit dem Patienten sprechen oder das weitere Vorgehen mit der Praxisassistentin abstimmen.

Dieses Vorgehen soll Zeit beim Patienten und in der Praxis sparen, weil Gesundheitsdaten von Hausbesuchen direkt ins Praxisverwaltungssystem eingespeist werden. Und es macht digitale Technik auch für Patienten nutzbar, die selbst nicht mit ihr umgehen können oder wollen. Teilnehmende Praxen können den Telemedizin-Rucksack beim Telemedizinanbieter mieten und die Hausbesuche bei der AOK PLUS abrechnen. Ziel ist, dass die neue Technik in Thüringen flächendeckend eingesetzt wird.
www.aok-plus.de


Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern
aus Ausgabe 2/2018

Neue App gegen Rückenschmerzen

Die Versicherten der AOK Nordost in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern können jetzt kostenlos eine Trainings-App gegen Rückenschmerzen nutzen. Die App „Kaia“ bietet ein individualisierbares Trainingsprogramm mit über 300 Übungen, die von Schmerzprofessoren, Psychologen und Sportwissenschaftlern entwickelt worden sind. Sie lässt sich an das individuelle Fitness- und Schmerzlevel der Nutzer anpassen. Darüber hinaus bietet die App ein zielgerichtetes Coaching sowie die Erstellung eines individuellen Reports über die einzelnen Aktivitäten.
© AOK

Die Nutzer können täglich ein Training von 15-30 Minuten durchlaufen, das sich stetig an ihre individuellen Bedürfnisse anpasst. Neben Bewegungsübungen bietet die App auch Übungen zur Entspannung und vermittelt Wissen rund um das Thema Rückenschmerzen. Um die „Kaia“-App kostenlos für zwölf Monate nutzen zu können, wird ein Freischaltcode benötigt, den die Versicherten von der AOK Nordost erhalten. Mehr Informationen unter:
www.kaia-health.com/aok-nordost


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aus Ausgabe 2/2018

Seminare zur Ersten Hilfe bei Kindern

Bewusstlosigkeit, Atemnot, Vergiftungen sind nur einige der Notfallsituationen, in die Kinder geraten können. Nur wer schnell und richtig handelt, kann Schlimmeres verhindern. Damit Eltern und andere Personen, die mit Kindern zu tun haben, in einer solchen Stresssituation wissen was zu tun ist, bietet die AOK Sachsen-Anhalt landesweit wieder Kinder-Erste-Hilfe-Seminare an.

In dem dreistündigen Kinder-Erste-Hilfe-Seminar erläutern Elias Becker, erfahrener Rettungssanitäter, und sein qualifiziertes Team wichtige Regeln und Sofortmaßnahmen in häufig auftretenden Notfallsituationen. Dazu zählen zum Beispiel Bewusstlosigkeit, Atemnot, Vergiftungen, Verletzungen und Stromunfälle. Teilnehmen an dem kostenlosen Seminar können Mütter, Väter und andere Personen, die regelmäßig mit Kleinkindern zu tun haben. Die Kurse stehen auch Versicherten anderer Krankenkassen offen. Teilnehmer müssen sich für die Seminare anmelden.
www.aok.de/kindererstehilfe



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