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Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern
aus Ausgabe 2/2019

Digitale Unterstützung für Kopfschmerz-Patienten

Ärzte in Berlin, in Brandenburg und in Mecklenburg-Vorpommern, die Patienten mit chronischen Kopfschmerzen behandeln, können ihre Patienten auf das Programm Kopfschmerz-SPEZIAL der AOK Nordost aufmerksam machen und Kooperationspartner im Projekt SMARTGEM werden.

Das Versorgungsprogramm KopfschmerzSPEZIAL steht Patienten an der Berliner Charité schon seit mehreren Jahren zur Verfügung. Seit Januar 2019 bietet die AOK Nordost gemeinsam mit Kopfschmerzspezialisten der Universitätsmedizin Rostock (UMR) diese besondere Versorgung nun auch kostenfrei in Mecklenburg-Vorpommern an. Sie richtet sich an alle Patienten mit mehr als fünf Kopfschmerztagen pro Monat, bei denen die Gefahr eines chronischen Kopfschmerzes besteht oder die bereits unter chronischem Kopfschmerz leiden. Ziel ist es, den Kopfschmerz nachhaltig zu lindern. Die fachübergreifende Diagnostik und Therapie berücksichtigen neurologische und verhaltensmedizinische Aspekte der Erkrankung.

Zusätzliche Unterstützung gegen Migräne bietet das Projekt SMARTGEM. Mit der kostenfrei zur Verfügung gestellten App können die Teilnehmer ihre Migräneattacken digital dokumentieren. Die eingegebenen Informationen werden von der App analysiert und bildlich dargestellt. Die Projektteilnahme bietet zudem einen internetbasierten Zugang zu einem Patientenforum und einem Expertenchat mit den Klinikärzten. Haus- und Fachärzte, die als ärztliche Kooperationspartner am SMARTGEM-Projekt teilnehmen möchten, finden nähere Informationen unter:
www.smartgem-projekt.de


Bayern
aus Ausgabe 2/2019

Entlastung für pflegende Angehörige

Wer seine Angehörigen pflegt, ist oftmals körperlich als auch seelisch überfordert. Ohne Hilfe von außen stoßen Pflegende so leicht an ihre Grenzen. Deshalb unterstützt die AOK Bayern jetzt gezielt pflegende Angehörige mit einer Pflegeberatung und telefonischer Begleitung im Rahmen der Studie BerTA. Zudem bekommen alle Teilnehmer regelmäßig Informationen zu wichtigen Pflegethemen.

BerTA ist eine erweiterte Pflegeberatung durch geschulte AOK-Mitarbeiter und stellt die Bedürfnisse und das Wohlbefinden der pflegenden Angehörigen in den Mittelpunkt. So können auch schwierige Pflegesituationen besprochen und Lösungswege gesucht werden. Damit lassen sich Überlastungen und krankheitsbedingte Ausfälle verringern. Eine solche Entlastung kann eine schwere depressive Symptomatik um rund sechs Prozent verbessern, wie eine Vorgängerstudie zeigt. Wer zusätzliche Hilfe zur Pflegeberatung benötigt, kann sechs Monate lang telefonisch psychotherapeutische Unterstützung erhalten. Das Programm ist für Versicherte der AOK Bayern kostenfrei, eine Teilnahme ist noch bis 2020 möglich. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Studie mit knapp 2,4 Millionen Euro. Kooperationspartner sind die Robert Bosch Gesellschaft für medizinische Forschung in Stuttgart, die Universitäten Jena, Ulm und Hohenheim, die Hochschule Esslingen sowie die AOK Baden-Württemberg. Interessierte Angehörige können sich unter 089 62730643 oder unter berta@by.aok.de melden.


Baden-Württemberg
aus Ausgabe 2/2019

Psychische Störungen: Hilfe für Kinder und Jugendliche

Depressionen, Angststörungen, Schizophrenie: Fast die Hälfte aller psychischen Erkrankungen beginnt in der Pubertät. Doch psychische und psychosoziale Probleme in Kindheit und Jugend werden laut Sachverständigenrat Gesundheit oft nicht in ihrem Krankheitswert erkannt und nicht ausreichend behandelt. Dies kann die Chance auf Heilung mindern und Chronifizierung begünstigen.

Um die Versorgung in diesem lebensprägenden Zeitraum zu verbessern, hat die AOK Baden-Württemberg erstmalig gemeinsam mit Pädiatern, Hausärzten, Kinder- und Jugendpsychiatern sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten seit 1. April 2019 die Versorgung psychisch kranker Kinder und Heranwachsender im FacharztProgramm verankert. Ziel des multimodalen Versorgungsansatzes ist es, psychisch kranke und belastete Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien besser zu unterstützen, psychosoziale Störungen zu enttabuisieren und die Betroffenen nach aktuellem wissenschaftlichem Wissensstand zu behandeln.

Dazu hat die AOK mit ihren Partnern auf Ärzte- und Psychotherapeutenseite die erforderlichen Strukturen und Prozesse und die multidisziplinäre Versorgung zu einem alltagsnahen Versorgungsnetz zusammengeführt. Gerade psychisch kranke Kinder und Jugendliche benötigen oftmals langfristige und /oder wiederholte fachspezifische Betreuung. Vor allem der Übergang von der Kinder- und Jugendpsychiatrie zur Erwachsenenpsychiatrie wird bisher von den Betroffenen nicht selten als Bruch in der Versorgung wahrgenommen. Die neue Versorgung fördert deshalb auch einen strukturierten Übergang vom Jugend- ins Erwachsenenalter (Transition): So ist eine Behandlung beim Kinder- und Jugendpsychiater bis zum vollendeten 21. Lebensjahr möglich, in Einzelfällen sogar bis zum vollendeten 25. Lebensjahr. Von der neuen Versorgungsform können Patienten profitieren, die am HausarztProgramm in Baden-Württemberg teilnehmen und ins FacharztProgramm eingeschrieben sind.
www.aok.de/bw


Sachsen Thüringen
aus Ausgabe 2/2019

Erste Hilfe für Babys und Kleinkinder

Wenn ein Baby in eine Notlage gerät, muss schnell und zielgerichtet agiert werden. Um Eltern, Großeltern und Erziehenden wertvolle Tipps zum Umgang mit Notfallsituationen einfach und verständlich zu vermitteln, hat die AOK PLUS gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB e. V.) in Sachsen und Thüringen Erklärvideos zur Ersten Hilfe für Babys und Kleinkinder entwickelt.

Die kurzen Erklärfilme zeigen, wie man sich verhalten soll, wenn ein Kind einen Fremdkörper verschluckt oder sich vergiftet hat, was bei einem Fieberkrampf hilft und was die richtigen Maßnahmen bei Verbrennungen, Verbrühungen oder Kopfverletzungen sind. Dabei werden die verschiedensten Gefahren- und Notfallsituationen anschaulich dargestellt und das richtige Vorgehen demonstriert. Ab sofort sind sie unter folgenden Links verfügbar:


Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern
aus Ausgabe 2/2019

Niereninsuffizienz verhindern

Chronischer Niereninsuffizienz vorbeugen und betroffene Patienten optimal versorgen – das sind die Ziele eines Programms, das die AOK Nordost mit den Landesverbänden der niedergelassenen Nephrologen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern entwickelt hat. In dem Programm werden Risikopatienten von ihrem Hausarzt oder Diabetologen einmal jährlich auf das Vorliegen einer chronischen Niereninsuffizienz untersucht. Ist das Ergebnis auffällig, erfolgt die Überweisung an einen Nierenfacharzt, der dann die weitere Diagnostik und Behandlung mitbetreut. Interessierte Hausärzte, Diabetologen und Nephrologen, die am Programm teilnehmen wollen, können sich an die AOK Nordost wenden, Tel. 0800 265 0802 2759.
www.aok.de/nordost


Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern
aus Ausgabe 2/2019

Hilfe für adipöse Patienten

Die AOK Nordost bietet ihren Versicherten in Mecklenburg-Vorpommern und im brandenburgischen Landkreis Havelland ein multimodales Therapieprogramm für übergewichtige und adipöse Versicherte an. Interessierte Versicherte der AOK Nordost können an den Standorten Rostock, Greifswald, Wismar, Neubrandenburg, Nauen und Rathenow kostenlos an diesem ambulanten Programm teilnehmen.

Dort werden sie durch ein interdisziplinär arbeitendes Team aus Ärzten, Verhaltens-, Bewegungs- und Ernährungstherapeuten in Einzel- und Gruppenmaßnahmen behandelt und betreut. Die Teilnehmer müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben und entweder einen BMI über 28 mit metabolischen Begleiterkrankungen beziehungsweise einen BMI über 30 haben. Ziele des Therapiekonzeptes sind eine nachhaltige Veränderung des Lebensstils und die Umstellung der Ess- und Trinkgewohnheiten zur Gewichtsreduktion. Den Teilnehmern wird so eine Alternative zur bariatrischen Operation eröffnet. Weiterführende Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer 0800 265 0800.
www.aok.de/nordost


Thüringen
aus Ausgabe 2/2019

Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung

Einen symbolischen Scheck über 100.000 Euro für die Gewinnung von ärztlichem Nachwuchs in Thüringen übergab die AOK PLUS an die Stiftung zur Förderung der ambulanten ärztlichen Versorgung im Freistaat Thüringen. Bereits in den Jahren 2010, 2013, 2015 und 2017 unterstützte die AOK PLUS als erste Krankenkasse die Stiftung mit insgesamt 400.000 Euro. Bisher konnten damit 44 Hausarzt-Stipendiaten gefördert werden. Davon nehmen aktuell nach fünfjähriger Facharztausbildung die ersten 15 geförderten Ärzte als Hausarzt in Thüringen an der ambulanten Versorgung teil.

Nicht nur die Bevölkerung in Thüringen wird in den nächsten Jahren älter, auch das Durchschnittsalter der Ärzteschaft wird steigen. Deshalb braucht es solche Steuerungsmaßnahmen. Nur so wird es möglich, junge Mediziner für eine Weiterbildung für die Allgemeinmedizin und ärztliche Tätigkeit in Thüringen zu motivieren und eine dauerhafte Sicherung der flächendeckenden vertragsärztlichen Versorgung zu gewährleisten. Die Stiftung zur Förderung der ambulanten ärztlichen Versorgung in Thüringen (SAVTH) wurde im Juli 2009 gegründet, um gemeinsam gegen den drohenden Ärztemangel vorzugehen. Dabei stehen im Vordergrund:

  • die Unterstützung von Famulaturen in Arztpraxen sowie
  • die Unterstützung der Blockpraktika der Studierenden des 8. Semesters
  • die Unterstützung des allgemeinmedizinischen Wahl-Tertial des Praktischen Jahres
  • die Vergabe des Thüringen-Stipendiums zur Bindung junger Ärzte
  • die Anstellung von Hausärzten in Stiftungs-Praxen

Das Geld der AOK PLUS dient dabei ausschließlich der Stipendienfinanzierung.
www.aok.de/plus



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