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Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern
aus Ausgabe 3/2019

Innovationsfondsprojekt Cardiolotse

Im Innovationsfondsprojekt Cardiolotse der AOK Nordost und der Vivantes GmbH soll eine intensive persönliche Betreuung Herzkranker einen großen Unterschied machen. Zielsetzung ist die Optimierung der Versorgung in der Betreuung der Patienten beim Übergang aus der stationären in die ambulante Behandlung.

 

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Baden-Württemberg
aus Ausgabe 3/2019

Hilfe für Patienten mit Diabetischem Fuß

Gemeinsam mit den Diabetologen und dem MEDI-Verbund hat die AOK Baden-Württemberg den Diabetologievertrag jetzt um das Modul Diabetisches Fußsyndrom erweitert. Ziel ist es, durch eine engmaschige Versorgung betroffener Patienten die Rate an Amputationen oberhalb des Sprunggelenks zu senken. Denn von den rund 10.000 durch Diabetes verursachten Major-Amputationen pro Jahr in Deutschland ist nach Schätzungen von Experten etwa jede zweite vermeidbar.
Um die Zahl an Wundkomplikationen zu senken, ist ein abgestuftes Vorgehen von Spezialisten im ambulanten und stationären Sektor vorgesehen. Auch Fußambulanzen werden einbezogen. Neu ist beispielsweise, dass im Modul der Facharzt bei der Versorgung von Risikopatienten bereits eingebunden werden kann, bevor eine Wunde entstanden ist. Existiert bereits eine Wunde, wird der Patient engmaschig betreut. Dazu zählt neben der Wundsäuberung auch eine strukturierte Wundbehandlung, die je nach Verlauf weiter intensiviert werden kann. Ist für den Facharzt kein deutlicher Fortschritt bei der Wundheilung erkennbar, soll der Patient nach spätestens 24 Wochen in ein (zertifiziertes) Fußzentrum überwiesen werden.

Bei Komplikationen wie zum Beispiel einem Charcot-Fuß, bei dem häufig unbemerkt vom Patienten Ermüdungsbrüche entstehen, ist eine Einweisung in ein zertifiziertes Fußzentrum jederzeit möglich. Wichtiger Bestandteil ist zudem eine strukturierte Patientenschulung.
www.aok.de/bw


 
aus Ausgabe 3/2019

Keine digitale Unterschrift im DMP

Die Teilnahme- und Einwilligungserklärungen für DMP-Teilnehmer dürfen derzeit noch nicht mittels eines elektronischen Signier-Pads unterschrieben werden. Darauf weist der AOK-Bundesverband hin. Einzelne Arztpraxen hatten die digitalen Unterschriften des Versicherten und des Arztes über Pads erfasst und auf die elektronisch vorliegende Erklärung übertragen. Dieses Verfahren ist nach Einschätzung des Bundesversicherungsamtes, das für die DMP-Zulassung zuständig ist, bisher noch nicht rechtssicher ausgestaltet und sollte daher nicht angewendet werden.
www.aok-bv.de


Hessen
aus Ausgabe 3/2019

Auszeichnung für Stottertherapie

Der dfg Award wird jährlich vom Branchendienst Dienst für Gesellschaftspolitik verliehen. In diesem Jahr wurden in der Kategorie Herausragende digitale Versorgungsmodelle im Gesundheitswesen die AOK Hessen und das Institut der Kasseler Stottertherapie (KST) ausgezeichnet. Die beiden Partner ermöglichen es Versicherten der AOK Hessen, die das 12. Lebensjahr vollendet haben, an einer computergestützten Gruppentherapie mit Einzeltherapieanteilen von Zuhause aus teilzunehmen. Dadurch werden weite Anfahrtswege oder gar die Unterbringung am Therapieort vermieden. Für Jugendliche und Erwachsene wird so ein leichterer Zugang geschaffen, die Hemmschwelle gesenkt und Therapietreue gefördert. Zudem kann die Therapie flexibel in den Schul- oder Arbeitsalltag integriert werden. In den letzten sieben Jahren profitierten insgesamt ca. 4.000 Patientinnen und Patienten von diesem Konzept, dessen Wirksamkeit in Langzeitstudien wissenschaftlich bewiesen wurde.
www.aok.de/hessen


Baden-Württemberg
aus Ausgabe 3/2019

Prostatakrebs: Gut informiert entscheiden

Die Behandlungsentscheidung und die ärztliche Beratung durch moderne, onlinebasierte Patienteninformationen zu unterstützen - das ist Ziel der Entscheidungshilfe Prostatakrebs. Das Online-Angebot vermittelt auf die individuelle Situation des Patienten abgestimmte Informationen zu Diagnostik, Behandlungsmöglichkeiten und Nachsorge. Aktuell werden weitere urologische Praxen für die Teilnahme an einer bundesweiten randomisierten Evaluationsstudie (EvEnt-PCA) gesucht, die unter anderem von der AOK Baden-Württemberg unterstützt wird.
bit.ly/2PbbJ1I


 
aus Ausgabe 3/2019

VIDEA-App motiviert zu gesünderem Lebensstil

Das digitale und interaktive Präventionsprogramm VIDEA bewegt wurde vom TUMAINI-Institut für Präventionsmanagement unter der Leitung von Prof. Peter Schwarz in Dresden entwickelt und ist durch die Zentrale Prüfstelle Prävention geprüft und zertifiziert worden.

Das Programm soll die Teilnehmer motivieren, sich im Alltag mehr zu bewegen und damit ihren Lebensstil gesünder zu gestalten. Damit sie ihr Ziel erreichen, verwendet die App entsprechende Erkenntnisse der Motivationspsychologie. Mehr als 30 HD-Videos liefern Hintergrundwissen, Inspiration, Motivationstechniken und Übungen zum Mitmachen. Die Nutzer lernen die verschiedenen Formen der Alltagsbewegung kennen und erhalten praxistaugliche Tipps, die ihnen dabei helfen, ihren Alltag aktiver zu gestalten. Die AOK erstattet die Nutzungsgebühr für die App - je nach Region - ganz oder teilweise.
www.videabewegt.de


Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern
aus Ausgabe 2/2019

Digitale Unterstützung für Kopfschmerz-Patienten

Ärzte in Berlin, in Brandenburg und in Mecklenburg-Vorpommern, die Patienten mit chronischen Kopfschmerzen behandeln, können ihre Patienten auf das Programm Kopfschmerz-SPEZIAL der AOK Nordost aufmerksam machen und Kooperationspartner im Projekt SMARTGEM werden.

Das Versorgungsprogramm KopfschmerzSPEZIAL steht Patienten an der Berliner Charité schon seit mehreren Jahren zur Verfügung. Seit Januar 2019 bietet die AOK Nordost gemeinsam mit Kopfschmerzspezialisten der Universitätsmedizin Rostock (UMR) diese besondere Versorgung nun auch kostenfrei in Mecklenburg-Vorpommern an. Sie richtet sich an alle Patienten mit mehr als fünf Kopfschmerztagen pro Monat, bei denen die Gefahr eines chronischen Kopfschmerzes besteht oder die bereits unter chronischem Kopfschmerz leiden. Ziel ist es, den Kopfschmerz nachhaltig zu lindern. Die fachübergreifende Diagnostik und Therapie berücksichtigen neurologische und verhaltensmedizinische Aspekte der Erkrankung.

Zusätzliche Unterstützung gegen Migräne bietet das Projekt SMARTGEM. Mit der kostenfrei zur Verfügung gestellten App können die Teilnehmer ihre Migräneattacken digital dokumentieren. Die eingegebenen Informationen werden von der App analysiert und bildlich dargestellt. Die Projektteilnahme bietet zudem einen internetbasierten Zugang zu einem Patientenforum und einem Expertenchat mit den Klinikärzten. Haus- und Fachärzte, die als ärztliche Kooperationspartner am SMARTGEM-Projekt teilnehmen möchten, finden nähere Informationen unter:
www.smartgem-projekt.de



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