Sprechstunde

Aus der Medizin

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aus Ausgabe 2/2019

Rauchende Väter schaden dem Ungeborenen

Wenn Männer während der Schwangerschaft ihrer Frau rauchen, kann dies das Risiko für Herzfehler beim ungeborenen Kind erhöhen. Auch den werdenden Müttern schadet das Passivrauchen, so das Ergebnis einer Metaanalyse. Für diese verglichen chinesische Forscher 125 Studien, die auf Daten von 137.574 Babys mit angeborenen Herzfehlern und 8,8 Millionen werdenden Eltern basieren (Eur J Prev Cardiol 2019; online 23. März 2019).

Acht von 1.000 Kindern weltweit sind von Herzfehlern betroffen. Auch wenn sich ihre Prognose und Lebensqualität durch Operationen verbessern kann, bleiben lebenslange Auswirkungen. Dabei komme es häufiger vor, dass werdende Väter rauchen, als dass Schwangere selbst zur Zigarette greifen. Erstmals wurde in einer Metaanalyse die Rauchbelastung in verschiedenen Stadien der Schwangerschaft untersucht. Bei Frauen war das Rauchen während der Schwangerschaft mit einem erhöhten Risiko assoziiert, ein Kind mit einem Herzfehler zu bekommen. Rauchen vor Schwangerschaft war nicht mit erhöhtem Risiko assoziiert. Anders das Passivrauchen der Frau: Es war nicht nur während, sondern auch vor der Schwangerschaft gefährlich für die Entwicklung des Babys.

Die Autoren raten den Vätern dringend, mit dem Rauchen aufzuhören. Frauen sollten mit dem Rauchen aufhören, bevor sie versuchen, schwanger zu werden, um sicherzustellen, dass sie rauchfrei sind, wenn sie schwanger werden.


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aus Ausgabe 2/2019

Neues Darmkrebs-Screening ist gestartet

Das neu organisierte Programm zur Früherkennung von Darmkrebs ist offiziell gestartet. Seit April 2019 können Ärzte die Darmkrebsfrüherkennung für gesetzlich Versicherte ab 50 Jahren abrechnen. Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) war vergangenen Herbst in Kraft getreten. Wie der G-BA mitteilt, wird Männern nun ab einem Alter von 50, und nicht wie bisher ab 55 Jahren, eine Darmspiegelung angeboten. Bei Frauen bleibt die Altersgrenze für die Koloskopie bei 55 Jahren. Wie bisher können auch Tests auf nicht sichtbares Blut im Stuhl in Anspruch genommen werden.

Das neu organisierte Programm zur Früherkennung von Darmkrebs ist offiziell gestartet. Seit April 2019 können Ärzte die Darmkrebsfrüherkennung für gesetzlich Versicherte ab 50 Jahren abrechnen. Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) war vergangenen Herbst in Kraft getreten. Wie der G-BA mitteilt, wird Männern nun ab einem Alter von 50, und nicht wie bisher ab 55 Jahren, eine Darmspiegelung angeboten. Bei Frauen bleibt die Altersgrenze für die Koloskopie bei 55 Jahren. Wie bisher können auch Tests auf nicht sichtbares Blut im Stuhl in Anspruch genommen werden.

Grundsätzlich erhalten alle Versicherten zukünftig mit Erreichen des Alters von 50 Jahren von ihrer Krankenkasse eine Einladung zur Teilnahme am Darmkrebs-Screening. Weitere Einladungen erfolgen – sofern die Versicherten nicht widersprechen – jeweils mit dem Erreichen des Alters von 55, 60 und 65 Jahren. Der erste Einladungsstichtag ist der 1. Juli 2019.

Die mit dem Einladungsschreiben verschickte Versicherteninformation legt ausführlich die Vor- und Nachteile der Teilnahme an der Darmkrebs-Früherkennung, die verschiedenen Untersuchungsmöglichkeiten und den Ablauf der Untersuchungen dar. Im Alter von 50 bis einschließlich 54 Jahren können alle Frauen, sowie Männer, die sich nicht für eine Darmspiegelung entschieden haben, jährlich einen immunologischen Test (iFOBT) auf Blutspuren im Stuhl durchführen lassen. Ab 55 Jahren besteht der Anspruch auf diese Untersuchung (iFOBT) alle zwei Jahre, sofern die Patienten davor noch keine Darmspiegelung haben durchführen lassen. Wenn der Stuhltest ein auffälliges Ergebnis zeigt, ist eine Darmspiegelung zur Abklärung des Befunds notwendig.


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aus Ausgabe 1/2019

Neue Richtlinie: Das DMP Asthma wird jünger

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das DMP Asthma bronchiale in einigen Punkten ergänzt und spezifiziert. Zu den wesentlichen Neuerungen gehört die Teilnahmemöglichkeit für Kinder bereits ab dem 2. Lebensjahr. Die neue Richtlinie gilt ab dem 1. April 2019. mehr »


 
aus Ausgabe 1/2019

Mehr Arzneimittelsicherheit

Seit dem 9. Februar 2019 dürfen verschreibungspflichtige Medikamente in Deutschland nur noch mit fälschungssicheren Sicherheitsmerkmalen neu in den Verkehr gebracht werden. Grundlage dafür ist eine Fälschungsschutzrichtlinie der EU. Konkret müssen die Packungen jetzt zusätzlich einen Data Matrix Code aus vier Elementen enthalten:

  • Pharmazentralnummer (PZN)
  • 20-stellige Seriennummer
  • Chargenbezeichnung
  • Verfallsdatum

Apotheker scannen den Data Matrix Code ab. Dadurch wird ein Abgleich mit einer Datenbank ermöglicht. Ein weiteres Sicherheitsmerkmal sind der Erstöffnungsschutz (z. B. Klebesiegel oder perforierte Öffnungslaschen). Da die Packungen mit dem neuen Schutz erst nach und nach in den Handel kommen, wird es für eine Übergangszeit Medikamente mit und ohne neue Sicherheitsmerkmale geben.


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aus Ausgabe 1/2019

AOK startet Kampagne Stadt. Land. Gesund.

Die AOK hat die bundesweite Kampagne Stadt. Land. Gesund. gestartet, um die Gesundheitsversorgung auf dem Land zu sichern. Die Gesundheitskasse will dazu in diesem und im nächsten Jahr bundesweit rund 100 Millionen Euro in Vorhaben zur ländlichen Gesundheitsversorgung investieren. Als einen möglichen Lösungsansatz für die Verbesserung der Situation nannte die AOK zum Start der Kampagne den Einsatz qualifizierter Versorgungsassistentinnen zur Betreuung und Versorgung insbesondere chronisch kranker Patienten. Beispiele dafür seien die Projekte PraCman und VERAHmobil der AOK Baden-Württemberg, agneszwei der AOK Nordost oder der Einsatz von zertifizierten Wundexpertinnen bei der AOK Sachsen-Anhalt. Es ist sehr erfreulich, dass die Menschen auf diese bereits bestehenden Versorgungsansätze sehr aufgeschlossen reagieren, sagte Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern. Die Ergebnisse einer Forsa-Umfrage zeige deutlich, dass die Möglichkeit der Delegation bestimmter ärztlicher Aufgaben bekannt sei. Sie werde von einer großen Mehrheit der Befragten befürwortet. Wir sollten den Mut haben, derartige Delegationsansätze zu erweitern, so Stippler. Die Ärzte vor Ort können dadurch entlastet und die ambulante Versorgung auf dem Land gestärkt werden. Alle Befragungsergebnisse und Infos zur Kampagne unter:

www.aok-bv.de


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aus Ausgabe 1/2019

Lebensmittelallergien kommen oft erst mit dem Alter

Nahrungsmittelallergie gibt es nicht nur bei Kindern, sie können in jedem Alter auftreten. Das hat jetzt eine US-amerikanische Studie bestätigt. Dazu wurden mehr als 40.000 Erwachsene im Alter von durchschnittlich 46 Jahren telefonisch oder online befragt. Personen mit Nahrungsmittelintoleranzen wurden von der Studie ausgeschlossen. 19 Prozent der Teilnehmer glaubten, sie litten unter einer Nahrungsmittelallergie. Überzeugende Hinweise auf aktuell mindestens eine Hypersensibilität ergaben sich nach weiteren Befragungen aber nur bei 11 Prozent der Teilnehmer. Fast jeder Zweite von ihnen gab an, dass sich mindestens eine seiner allergischen Reaktionen erst im Erwachsenenalter entwickelt hätte, bei 27 Prozent war sie ausschließlich im Erwachsenenalter aufgetreten. Am häufigsten berichteten die Teilnehmer über folgende Auslöser: Meeresfrüchte (2,9 Prozent), Milch (1,9 Prozent), Erdnüsse (1,8 Prozent), Baumnüsse wie Mandel, Haselnuss, Walnuss, Cashew, Pistazie, Pekannuss, Macadamia, Paranuss, aber auch Pinienkerne (1,2 Prozent) und Fisch (0,9 Prozent). 45 Prozent erklärten überzeugend, an mehreren Nahrungsmittelallergien zu leiden.

51 Prozent der Allergiker berichteten über mindestens eine schwere allergische Reaktion. Besonders häufig davon betroffen waren Erdnuss- und Baumnussallergiker (68 Prozent beziehungsweise 61 Prozent). 24 Prozent der Befragten hatten von ihrem Arzt eine Notfallmedikation in Form von Adrenalin verschrieben bekommen. 38 Prozent hatten bereits mindestens einmal wegen einer allergischen Reaktion auf ein Nahrungsmittel eine Notfallbehandlung in Anspruch genommen.


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aus Ausgabe 4/2018

Fußuntersuchung bei DMP Diabetes mellitus Typ 2: Zeigt her eure Füße

Durchblutungsstörungen und Nervenschädigungen am Fuß können oft bereits an der trockenen, rissigen Beschaffenheit der Haut und der rötlich-bläulichen Farbe der Füße erkannt werden. Gewissheit gibt die Fußuntersuchung, die im Rahmen des DMP Diabetes mellitus regelmäßig durchgeführt werden soll. mehr »



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